Verbreitung

Andere Länder, ähnliche Sitten
Das Wichteln ist also in vielen Teilen der Welt bekannt und verbreitet, doch natürlich hat die “Wichtelei” dort einen anderen Namen. So nennt man diesen Brauch in Großbritannien meist “Secret Santa”, was man mit “geheimer oder unbekannter Weihnachtsmann” übersetzen kann.
Auch in Portugal, Spanien und Südamerika geht es geheim zu. In Portugal sorgt der amigo secreto (geheimer Freund) und in Spanien der amigo invisible (unsichtbarer Freund) für die Wichtelgeschenke. Sowohl in Irland als auch in Österreich und Teilen Deutschlands ist das Christkind oder Christkindl für die Geschenke verantwortlich. In Irland allerdings unter dem Namen Kris Kindle oder Kris Kringle, genau wie in Kanada.
Bewegt man sich auf der Landkarte von uns aus in den Osten, wird es schon etwas schwieriger dieses Brauchtum vorzufinden. In Polen gibt es den klassischen Święty Mikołaj (Weihnachtsmann). Während der Sowjetzeit war Dziadek Mróz (Väterchen Frost) für die Geschenke zuständig. Väterchen Frost wurde eingeführt um den religiösen Hintergrund des Schenkens nach und nach zu eliminieren. Nach dem Zerfall des Sowjetreichs wird “Väterchen Frost” allerdings nur noch selten als Begriff verwendet und eher von atheistischen Familien genutzt.
In östlicheren Ländern bis hin zum gesamten asiatischen Raum ist die Wichteltradition dann gar nicht mehr zu finden. Man kann also davon ausgehen, dass es sich beim Wichteln um rein westliches Brauchtum handelt, das sich nach und nach in verschiedene Teile der Welt verbreitet hat. Doch auch wenn man gerade in einem Land lebt, das diese wunderschöne Tradition nicht kennt, sollte einem das nicht die Weihnachtsfreude vermiesen. Vielleicht kann man ja selbst zum Botschafter des Wichtelns werden und es an seinem aktuellen Wohnort etablieren und damit vielen Menschen ein schönes Stück Weihnachtstradition näher bringen.

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